Hausnotruf mit Sturzerkennung: Was der Sturzsensor leistet
Hausnotruf mit Sturzerkennung: wie der Notruf nach einem Sturz funktioniert, was Sturzsensoren wirklich leisten und wann die Pflegekasse die Kosten trägt.

Die meisten Menschen, die sich einen Hausnotruf zulegen, tun es aus einem Grund: der Angst vor einem Sturz — und davor, danach lange niemanden erreichen zu können. Hier lesen Sie, wie der Notruf nach einem Sturz konkret abläuft, was eine automatische Sturzerkennung wirklich leistet (und was nicht) — und warum Sie das Ganze mit Pflegegrad 0 € im Monat kostet.
Warum Stürze das zentrale Risiko sind
Stürze gehören zu den häufigsten Notfällen im Alter — und die meisten passieren dort, wo man sich am sichersten fühlt: zuhause. Besonders riskant ist das Badezimmer mit nassen, glatten Flächen.
Das eigentliche Problem ist dabei oft weniger der Sturz selbst, sondern die Zeit danach: nicht mehr allein aufstehen können, das Telefon außer Reichweite, niemand in Rufweite. Genau diese Lücke schließt ein Notrufsystem — der Knopf ist am Körper, wenn es darauf ankommt.
So funktioniert der Notruf nach einem Sturz
Zuhause (stationärer Hausnotruf): Sie tragen einen wasserdichten Funksender als Armband oder Kette — auch unter der Dusche, wo besonders viele Stürze passieren. Ein Druck auf den Knopf baut binnen Sekunden eine Sprachverbindung zur 24/7-Notrufzentrale auf, freihändig über die Basisstation. Das geschulte Personal:
- erkennt Sie automatisch über Ihre hinterlegten Daten,
- klärt die Situation im Sprachkontakt,
- schickt je nach Lage hinterlegte Angehörige oder den Rettungsdienst,
- bleibt bis zum Eintreffen der Hilfe in der Leitung.
Ein durchdachtes Detail: Das Gespräch beendet die Zentrale — nicht das Gerät. So kann eine gestürzte Person die Verbindung nicht versehentlich unterbrechen.
Unterwegs (mobiler Notruf): Das mobile careium-Gerät Abby funktioniert per Mobilfunk mit eigener SIM überall — beim Einkaufen, im Garten, auf dem Spaziergang. Im Notfall übermittelt es Ihren GPS-Standort an die Zentrale, damit Hilfe an den richtigen Ort kommt. Mehr dazu: Mobiler Hausnotruf — unterwegs geschützt.
Automatische Sturzerkennung: was der Sturzsensor kann
Das mobile Gerät Abby hat zusätzlich einen automatischen Sturzsensor. Er erkennt sturztypische Bewegungsmuster und löst den Notruf auch dann aus, wenn Sie den Knopf nicht mehr selbst drücken können — etwa weil Sie benommen sind.
So arbeitet die Sturzerkennung in der Praxis:
- Einstellbare Empfindlichkeit: Der Sturzalarm lässt sich in Stufen anpassen (aus, normal, hoch) — je nach Alltag und Bewegungsprofil.
- Prüffenster gegen Fehlalarm: Nach einer erkannten Sturzbewegung bleibt ein Zeitfenster von rund 30 Sekunden, in dem sich eine Fehlauslösung per Tastendruck abbrechen lässt. Erst danach geht der Alarm an die Zentrale.
- Sprachkontakt statt Blindalarm: Auch beim automatischen Alarm meldet sich die Notrufzentrale über das Gerät — sie klärt zuerst, was los ist, bevor Hilfe losgeschickt wird. Ein versehentlicher Alarm wird so nicht gleich zum Rettungseinsatz.
Ehrlich eingeordnet: kein Ersatz für den Notrufknopf
So sinnvoll die automatische Sturzerkennung ist — sie ist eine zusätzliche Sicherheitsebene, kein Ersatz für den Knopf. Zwei Dinge sollten Sie realistisch wissen:
- Kein Sensor erkennt jede Sturzsituation. Sturzsensoren reagieren auf typische Bewegungsmuster. Ein langsames Abgleiten vom Stuhl erzeugt aber ein anderes Muster als ein plötzlicher Sturz — hier bleibt der Knopfdruck der verlässliche Weg.
- Gelegentliche Fehlauslösungen sind technisch bedingt möglich. Dafür gibt es das Prüffenster und den Sprachkontakt mit der Zentrale — ein Fehlalarm ist damit schnell aufgeklärt und folgenlos.
Die verlässliche Basis bleibt in jedem Fall der Notrufknopf am Körper: wasserdicht, ohne tägliches Laden, jederzeit drückbar. Die Sturzerkennung ergänzt ihn für die Situationen, in denen das Drücken nicht mehr gelingt. Einen Überblick über alle Systemtypen finden Sie im Ratgeber Notrufsysteme für Senioren.
Was die Pflegekasse zahlt
Der Hausnotruf ist ein Pflegehilfsmittel nach § 40 SGB XI. Mit anerkanntem Pflegegrad übernimmt die Pflegekasse die monatlichen Kosten vollständig — und zwar bei jedem Pflegegrad von 1 bis 5, ohne Staffelung:
- 0 € im Monat für Sie — für das stationäre wie das mobile Gerät.
- Beim mobilen Gerät mit Sturzerkennung fällt einmalig eine private Einrichtungsgebühr von 49,90 € an; die laufende Nutzung bleibt kostenfrei.
- Monatlich kündbar, keine ärztliche Verordnung nötig, keine versteckten Gebühren.
- Ohne Pflegegrad ist der Hausnotruf bei vielen Anbietern als Selbstzahler nutzbar (üblich sind rund 32 € im Monat).
Alle Beträge und die Genehmigungsfristen im Detail: Hausnotruf-Kosten 2026 — was die Pflegekasse zahlt.
Tipp: Sie sind unsicher, ob das stationäre oder das mobile Gerät besser passt — oder ob ein Pflegegrad-Antrag Sinn ergibt? Rufen Sie uns an unter 0151 4000 2465 — wir beraten kostenfrei und ehrlich, ganz ohne Verkaufsdruck.
In wenigen Minuten beantragt
Der Antrag läuft komplett digital mit Online-Unterschrift — kein Papierkram, kein Behördengang. Sie wählen Ihr Gerät auf der Hausnotruf-Seite, geben Ihre Daten ein, und wir reichen den Antrag bei Ihrer Pflegekasse ein. Nach der Genehmigung kommt das Gerät zu Ihnen und ist in wenigen Handgriffen einsatzbereit.
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Häufige Fragen
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